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Infrastruktur für die Vorgründungsphase Dr Ina Czyborra Senatorin für Wissenschaft Ge sundheit und Pflege des Landes Berlin erklärt „Deutschland hat mit einem Umsatz von über 200 Milliarden Euro die drittgrößte Chemieindus trie der Welt Damit das so bleibt wird es immer wichtiger dass auch Startups in diesem Bereich gezielt dabei unterstützt werden ihre Innovati onen marktfähig zu machen Deshalb schafft das Land Berlin neue Instrumente und Strukturen die den einfacheren Transfer von Forschungs ergebnissen in die Anwendung ermöglichen sol len – zum Beispiel mit dem Pre-Seed Fonds der gezielt Deep-Tech-Startups fördern soll oder UNITE dem neu geschaffenen Innovationsund Gründungszentrum der Hauptstadtregion Ich freue mich dass Berlin mit der Chemical Invention Factory nun auch eine Infrastruktur bekommt die Ausgründungen auf dem komplexen Gebiet der Chemie kostenfrei für zwei bis vier Jahre unter stützt Ich bin mir sicher dass das die Attraktivität unseres Wissenschaftsstandortes für nationale und internationale Talente nochmals stärkt und wir dadurch unserem Ziel Berlin als Zentrum für Grüne Chemie zu etablieren ein gutes Stück nä her kommen “ Prof Dr Geraldine Rauch Präsidentin der Technischen Universität Berlin ergänzt „Die che mische Industrie verursacht weltweit 4 Prozent der Treibhausgasemissionen Nur Innovationen können diese Zahl senken und gleichzeitig den Umbau zu einer Chemie voranbringen die nicht auf Erdöl basiert Der Fokus unserer Universität wissenschaftliche Ergebnisse in gesellschaft lichen Nutzen zu verwandeln sowie unsere For schungsstärke in der Chemie sind für uns ein Ansporn hier voranzugehen Die Chemical In vention Factory geht auf eine Initiative unseres Katalyse-Exzellenzclusters UniSysCat zurück Gleichzeitig öffnen wir die CIF bewusst für die gesamte Berlin University Alliance BUA “ Jedes geförderte Team bekäme einen eine Professor -in an die Seite gestellt der die als „InnoDirector“ das Projekt begleite und als Pate bzw Patin zur Verfügung stehe so Rauch „Diese Person kann aus jeder der drei Berliner Universitäten kommen und sorgt dafür dass auch Forschung und Lehre in der Hauptstadt von der CIF profitieren “ Großes Potenzial Prof Dr John Warner Namensgeber der CIF Ho norarprofessor an der TU Berlin und Begründer der „zwölf Prinzipien der Grünen Chemie“ sagt „Etwa 70 Prozent der für die Transformation der Chemie benötigten Technologien sind noch nicht erfunden Katalysatoren spielen dabei eine zen trale Rolle denn sie werden in mehr als 80 Pro zent der chemischen Reaktionen in der Industrie eingesetzt Daher ist die Möglichkeit des Aus tauschs der Startups in der CIF mit den Katalyse-Expert*innen an der TU Berlin so ideal “ Einbindung von Transferteams Martin Rahmel Direktor der Chemical Inven tion Factory erklärt „Die Besonderheit der CIF be steht darin dass die unterstützten Teams auto matisch in das Berliner Innovationsökosystem greenCHEM eingebunden sind Dieses wird im Programm ‚T Raum – TransferRäume für die Zu kunft von Regionen‘ vom Bundesforschungs ministerium gefördert und bringt Chemieunter nehmen in Berlin und Brandenburg sowie Unis außeruniversitäre Wissenschaftseinrichtungen und Behörden mit den Startups zusammen So kommt es nicht nur zu einem ‚Push‘ von Inno vationen durch neue Ideen aus der Forschung sondern auch zu einem ‚Pull‘ durch konkrete materielle Herausforderungen vor denen die Anwender -innen stehen Durch diese Kombina tion werden Innovationen aus Berlin die enorme Transformationsaufgabe in der sich die che mische Industrie befindet unterstützen “ Zusatzinformationen Die Chemical Invention Factory wurde vom Büro sehw Architektur entworfen und wird vom Gene ralunternehmen Goldbeck Nordost GmbH errich tet Die TU Berlin tritt hier als Bauherrin auf und in vestiert ca 13 Millionen Euro aus eigenen Mitteln Der Berliner Senat stellt 7 Millionen Euro aus dem „Sondervermögen Infrastruktur der Wachsenden Stadt und Nachhaltigkeitsfonds“ SIWANA III zur Verfügung Quelle Technische Universität Berlin Nachhaltigkeit | Chemie | Laborplanung 43 www labo de 11 2025 Der Direktor der Chemical Invention Factory Martin Rahmel Bild TU Berlin Christian Kielmann